Leere Wiege (Landau/Pfalz)
Selbsthilfe-Initiative für trauernde Eltern und Fachbereiche
 

Banner




Chronik Leere Wiege, Landau/Pfalz




1997
Gründung der Selbsthilfegruppe Leere Wiege in Speyer, Mitgründung der Selbsthilfegruppe in Landau.
Öffentliche Veranstaltung in Speyer zur Vorstellung der Gruppen.
Beschaffung von Moseskörbchen, die kostenfrei in Kliniken verteilt und bei Bedarf an die von uns betreuten Kliniken nachgereicht werden.
Erste Veröffentlichungen unserer Anliegen in der Presse, danach wiederkehrend.


1998
Regionale Mitwirkung in der Pfalz bei einer bundesweiten Klinikaktion der Initiative Regenbogen mit dem Ziel, besondere Ruhestätten für nicht bestattungspflichtige Totgeborene unter 500 Gramm einzurichten oder zu initiieren. Vorausgegangen waren Schlagzeilen in der Presse und eine Reportage im Fernsehen über die Klinikmüllentsorgung von nicht bestattungspflichtigen totgeborenen Kindern unter 500 Gramm. Einen von uns unterstützten Filmbeitrag über eine individuelle Bestattung, wurde dann nicht mehr veröffentlicht.
Unterstützung durch die Krematorium GmbH & Co. KG durch Zusage von kostenfreier überführung, Kremierung und Bestattung der Totgeborenen.
Mitwirkung bei verschiedenen Film- und Live-Radiobeiträgen sowie Fachveranstaltungen, danach weitere.
Angebot einer Gedenkfeier zum Weltgedenktag für verstorbene Kinder „Worldwide Candle Lighting“, danach jährlich.
Beginnende Fortbildungen in Hebammenschulen, danach fortlaufend.
Erste Begleitung einer betroffenen Familie bei Begrüßung, Verabschiedung und Bestattung ihres verstorbenen Kindes, danach wiederkehrende Begleitungen.


2000
Erste Fortbildungen in Kinder- u. Krankenpflegeschulen, danach weitere.
Erste Vorstellungen bei Gesundheitstagen mit Infostand, danach diverse weitere.


2001
In Germersheim wird die erste aus Spenden entstandene Gemeinschafts-Ruhestätte „In den Tod geboren“ eingeweiht, danach weitere.
Anerkennung „Ehrensache“ vom Medienverband Rheinland-Pfalz.
Die jährliche Gedenkfeier „Worldwide Candle Ligthing“ wird zusammen mit Renate Hoffmann, Leiterin der Selbsthilfegruppe Verwaiste Eltern in Rülzheim organisiert und gestaltet.


2002
In Landau wird die "Ruhestätte der Regenbogen-Kinder" eingeweiht, die seit 1998 geplant war.
Neun Kliniken können zur Nutzung angeschlossen werden.
Koordinierung, Organisation und Mitgestaltung von Gemeinschafts-Bestattungen.
Erarbeiten und Bereitstellung von Faltblättern/Flyer für trauernde Eltern zur Ausgabe in Kliniken.
Mitarbeit bei Ausarbeitung von Liturgien zu Gemeinschafts-Bestattungen.
Die Selbsthilfegruppe in Speyer wird eigenverantwortlich von Maria Theresia Groß übernommen, der Name „Leere Wiege“ wird beibehalten.
Verfassen zweier Beiträge für das Buch „Nur ein Hauch von Leben“ von Barbara Künzer-Riebel u. a., Vorträge bei Pfarrkonventen.
Fortbildungen in Kliniken für einen sensiblen Umgang mit Betroffenen und deren verstorbenen Kinder, danach wiederkehrend.


2002–2013
Sechs weitere Gemeinschafts-Ruhestätten entstehen durch Spenden, Initiative, Mithilfe, Koordinierung oder Unterstützung von uns in Speyer 2003, Frankenthal 2004, Ludwigshafen 2006, Kaiserslautern 2008, Zweibrücken 2009 und Pirmasens 2013. Konstruktive Zusammenarbeit mit 13 pfälzischen Kliniken und fünf Pathologien in Landau, Speyer, Germersheim, Neustadt, Kandel, Ludwigshafen, Bad Dürkheim, Kaiserslautern, Kirchheimbolanden, Pirmasens, Zweibrücken und Grünstadt.
Mitarbeit in Fach-Arbeitskreisen.
Mitwirkung in verschiedenen Trauernetzwerken.
Spende zweier Gefrierschränke zur Aufbewahrung totgeborener Kinder.
Erarbeitung und Verteilung von ca. 70 kostenfreien Arbeitshilfeordner für alle an die Gemeinschafts-Bestattung angeschlossenen Kliniken mit Begleitungshilfen, Schemata/übersichten zu Recht und Gesetz, Vordrucken und Kopiervorlagen - fortlaufende Aktualisierungen des Inhaltes.
Wir spenden zwei Gefriergeräte zur Aufbewahrung totgeborener Kinder.



2007
Auszeichnung für herausragendes bürgerschaftliches Engagement vom „Selbsthilfepreis der Ersatzkassen“.
Erarbeitung „Leitfaden zur Errichtung einer Gemeinschafts-Ruhestätte“.



2008
Die erste Homepage entsteht als „Dankeschön“ von einer mehrfach betroffenen Mutter, die Anfang 2013 verstirbt. Ihr Folgekind ist zwei Jahre alt.


2009
Ein betroffenes Elternpaar bringt sich helfend ein bei den Vorbereitungen der Gemeinschafts-Bestattung und mit pflegenden Maßnahmen der Ruhestätte in Landau.


2010
Das Begehren zur Änderung des Bestattungsgesetzes Rheinland-Pfalz wird an alle 101 Mitglieder des Landtages und Herrn Ministerpräsident Kurt Beck geschickt. Nach mehrmaligen Ablehnungen erfolgt die Änderung von § 8 zum 30.12.2014.
Bürgerpreis der Sparkassen „Retten, helfen, Chancen schenken“.



2011
Mitwirkung bei dem Buch „Mein Sternenkind“ von Heike Wolter.


2013
Ramona Suthues, Dipl. Sozialpäd. (FH) und betroffene Mutter, übernimmt die Begleitung der Selbsthilfegruppe Leere Wiege in Landau, um die anderen Arbeitsbereiche kümmert sich Helga Beisel weiterhin.


2014
Das geänderte Bestattungsgesetz tritt zum 30.12.2014 in Kraft.
Die Homepage wird aufgrund technischer Probleme völlig neu erstellt.
„Dankeschön“ für vorbildlichen ehrenamtlichen Einsatz von „HelferHerzen“, dm-Preis


2015
Tatjana Jäger ergänzt das Team und versorgt die von uns betreuten Kliniken und Frühchenstationen mit kostenfrei genähter Sternenkind-Bekleidung.
Aktualisierung aller Klinik-Arbeitshilfeordner mit Treffen und Gesprächen aufgrund der neuen Gesetzeslage.
Überarbeitung/Neuerstellung von Informations-Flyern für Kliniken.
Die Universitätsklinik Mainz und das Nardini Klinikum Landstuhl wird für die Belieferung von Sternenkind-Kleidung aufgenommen.
Film in der SWR-Landesschau zur Änderung des Bestattungsgesetzes Rheinland-Pfalz.


2016
Die Homepage wird umstrukturiert und aktualisiert.
Zwei neue Domains werden registriert: www.leere-wiege-landau.de und www.leere-wiege.de
Bereitstellung von kostenfreiem Hilfs- und Arbeitsmaterial für die Stadtklinik Frankenthal in Zusammenarbeit mit dem dortigen Arbeitskreis „… weil Du einmalig bist“ und für das Klinikum Worms.
Die Stadtklinik Frankenthal, die Uniklinik Heidelberg und Mannheim werden für die Belieferung mit Sternenkind-Bekleidung und Erinnerungen aufgenommen.
Kooperation mit Nardini Klinikum Landstuhl sowie Anschluss zur Nutzung der Ruhestätte in Zweibrücken und Bereitstellung von kostenfreiem Hilfs- und Arbeitsmaterial.
Wir geben eine Spende zur Anschaffung eines Klinik-Kühlgerätes.
Erarbeitung einer Klinikbroschüre für Eltern „Begrüßung und Verabschiedung eines kleinen Lebens“.
Wir beteiligen uns bei der Einrichtung einer neuen Ruhestätte in Grünstadt.
Impulspreis 2016 „Hörer-Sonderpreis“ von Radio Neue Welle Karlsruhe für Tatjana



2017
20 Jahre ehrenamtliches Engagement.
Infostand Gesundheitstag in Neustadt/Weinstraße
Helga Beisel referiert bei der Medizinethischen Fachtagung in Vallendar zum Thema „Neugeborene an der (Über)lebensgrenze“.

Leere Wiege Landau/Pfalz - Selbsthilfe-Initiative für trauernde Eltern und Fachbereiche
Letzte Änderung: 14/11/2017